Luzifuss
Nachdem Psylix angefangen hat einen kleinen Test zum "Samsung NC10" zu verfassen, schieb ich einfach mal meinen zum "MSI Wind" hinterher.
MSI Wind U100 (speziell "Luxury Edition")
Als Ende 2007 die ersten Netbooks auf den Markt drängten, war ich von der Baugrösse einfach fasziniert. So sind Subnotebooks zwar heutzutage schon schön kompakt, aber doch teurer als ein Netbook - obwohl unter´m Strich nicht mehr Leistung dabei rumkommt. Mitte 2008 konnte ich mir dann den Medion Akoya 1210 genauer anschauen und mal antesten (ein umgelabelter "Wind"). Daraufhin blitzte bei mir ein "Muss ich haben!" vor den Augen. Zwischenzeitig schossen viele Hersteller mit ihrer eigenen Vorstellung eines Netbooks auf den Markt und die Sache wurde ein wenig unüberschaubar. Die technische Basis ist bei fast allen Geräten identisch, sodass nur kleinste Details für oder gegen einen Kauf sprechen. So hat der Wind halt einige Vorzüge, die man bei der Konkurrenz nicht findet - aber eben auch Nachteile.
Das passende Gerät für den passenden Zweck!
"Ein Netbook ersetzt kein Notebook, aber es ist eine nette Ergänzung." - Über diesen Ausspruch stolpert man häufig beim Thema "Netbooks". Und der Spruch stimmt vollkommen. Was das Preis/Leistungsverhältnis angeht, haben normale 15,4" Notebooks die Nase vorn. Sie bieten mehr Prozessorleistung und einen grösseren höher auflösenden Bildschirm. Wer ein Gerät sucht, was in erster Linie in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommt, der ist mit einem Notebook besser bestückt. Dafür leidet bei diesen Geräten die Mobilität. Wer hat schon Lust, einen 3kg Backstein mit sich rum zu schleppen? So besitze ich ein 15,4" Notebook und würde, hätte ich überhaupt kein Notebook, erstmal zu einem Notebook greifen und dann erst ein Netbook dazu kaufen. Doch welche Gründe sprechen für ein Netbook, ausser dem innigen Wunsch, es lediglich besitzen zu wollen? Also aus gesundheitlichen Gründen bin ich in den Wartezimmern diverser Arztpraxen zu Hause und hocke dort einige Stündchen im Monat rum. Irgendwann kennt man sämtliche Zeitschriften auswendig. Also musste etwas her, was die Wartezeit verkürzt. Parallel dazu gilt das gleiche für Krankenhaus-Aufenthalte, die sich in letzter Zeit häufen. Das Gewicht und die Baugrösse verleiten generell einen dazu, das Netbook fast überall mit hin zu schleppen. Irgendwie ist das Gerät in letzter Zeit immer mit im Gepäck. Vor allen Dingen passt es wunderbar in die Staufächer eines Motorrollers oder in die Satteltaschen von einem Fahrrad. Auch für das Handschuhfach eines Autos ist es kompakt genug. Schüler oder Studenten werden das Gerät lieben, weil es wunderbar in die Schultasche oder Aktentasche reinpasst neben den Büchern usw.
Doch was leistet der Kleine denn?
Ich habe keinen Benchmarktest durchgeführt. Eins ist schon von vornherein klar: Netbooks sind Sparwunder und keine mobile Rechenzentren. Die Leistung langt vollkommen aus, um im Internet zu surfen, Emailverwaltung, Instant Messaging, Skype, Teamspeak, Office und in einem gewissen Rahmen auch Bildbearbeitung. Hierbei muss man nun trennen. Wenn man seine Fotos nachbearbeitet, ist die Welt noch in Ordnung. Will man aber mit Gimp oder Photoshop ein Bild mit mehreren Ebenen bearbeiten, dann stösst das Gerät an seine Grenzen und wird schon etwas lahmer (aber nicht unerträglich lahm). Die Musikwiedergabe läuft auf dem Winzling wunderbar. Ok, die internen Lautsprecher sind eine mittlere Katastrophe. Nur was will man für diese kleinen Knöpfchen auch erwarten? Selbst der Summer eines PCs ist grösser. Per Kopfhörer gibt es dann einen klaren und satten Sound auf die Lauschlappen. Dort überzeugt der hohe Output. Also es können über Kopfhörer Lautstärken wiedergegeben werden, bis das Gehör Alarm schreit (die geht wirklich über die Schmerzgrenze hinaus).

(Grössenvergleich 15,4" HP G6000 Notebook - 10" MSI Wind)
Die Videowiedergabe ist auf dem Display einfach nur genial. In Punkto Helligkeit, Kontrast und Farben sticht es so manches Notebook aus und das, wo das Display gerade mal auf 60% Leistung eingestellt ist. Bei 100% hat man schon das Gefühl, man würde in eine Taschenlampe gucken. Doch zu den Videos: Diese sind brilliant und mit einer sehr guten Bildschärfe zu sehen. Lediglich bei DIVX und XVID ist bei allzu heftigen Kamerafahrten für einen Bruchteil von Sekunden ein Ruckeln wahrzunehmen. Dies ist aber auch wieder davon abhängig, wie hoch die Auflösung des Bildmaterials ist. Filme in Blue-Ray-Qualität würde ich dem Kleinen nicht zumuten. Nur das Ding hat ja eh kein Blue Ray-Laufwerk. Normale DVD-Filme spielt es ruckelfrei ab.

(Grössenvergleich 15,4" HP G6000 Notebook - 10" MSI Wind)
An die Grenzen gerät der Winzling, wenn es darum geht, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun oder mehrere Fenster und/oder Anwendungen bereit zu halten. So muss man sich angewöhnen, auch mal wieder Fenster und Programme zu schliessen und nicht immer nur im Hintergrund zu minimieren. Abhilfe soll in dem Fall eine Erweiterung auf 2GB Ram bringen, wurde aber von mir (noch) nicht in Angriff genommen. Mir persönlich langt die Grundleistung für meine Zwecke vollkommen aus. Daher lass ich den Deckel vorerst zu.
Was mich persönlich überrascht hat, ist die Spieltauglichkeit. Spiele, die unter Windows XP laufen und etwa bis 2003 herauskamen, laufen wunderbar mit der Leistung des kleinen Zwergs. Selbst Spiele, die man schon abgeschrieben hatte, weil sie nicht mit Dual Core-Prozessoren oder zu modernen Grafikkarten klarkamen, sind wieder im Rennen. Wer hat nicht mal eine kleine Runde "Command & Conquer - Alarmstufe Rot 2" vermisst? Für den Spass zwischendurch ist das eine feine Sache. So vergeht echt die Zeit unterwegs im Fluge. Man stelle sich vor, man sitzt beim Arzt im Wartezimmer und hat zwei Stunden Wartezeit vor sich. Mal eben eine Runde bei C&C eingelegt und schwubbs, wird man auch schon aufgerufen. So macht es auch langweilige Warterei erträglich.
Entgegen dem Trend in Netbooks SSD-Flashspeicher anstatt Festplatten zu verbauen, setzte sich der Wind als einer der ersten Netbooks mit einer konventionellen 2,5" Festplatte durch. Ausgestattet mit einer 160GB SATA-Festplatte, ist Speicherplatz im Überfluss vorhanden. Die Festplatte ist ordentlich schnell und die Wartezeiten entsprechen denen normaler Notebooks. Sind ja auch die gleichen Festplatten in den Dingern. Ein CD/DVD-Laufwerk sucht man vergebens. Das hätte auch nur die Baugrösse und das Gewicht angekratzt. Da alle anderen Hersteller ebenfalls keine weiteren Laufwerke ausser der Festplatte verbauen, ist das bei den Netbooks eh irrelevant. An Anschlüssen bietet der Wind das gleiche, wie alle anderen Hersteller. Dazu zählen 3x USB2.0, Line in, Line out, VGA out, Cardreader und LAN-Buchse. Alle Anschlüsse wurden seitlich ausgeführt. Ferner verfügt das Gerät über 300Mbit WLAN und über Bluetooth. Somit steht der Verbindung mit dem Handy oder einem WLAN-Router nichts im Wege.
Für die Internettelefonie und diverse Messenger bietet das Gerät auch noch eine 1,3 Megapixel Webcam. Diese liefert ein sauberes und helles Bild. Für meine Begriffe eine gute Leistungsausbeute. Jedenfalls war ich am Anfang skeptisch. Meist bieten ja eingebaute Webcams in Notebooks nicht grad das gelbe vom Ei. Das eingebaute Mikrofon sollte man allerdings schnellstens vergessen. Das taugt nicht die Bohne. Alles klingt durch das Teil, als würde man in einer Blechbüchse sitzen. Hierfür hab ich eigens ein kleines Ansteckmikrofon angestöpselt, um diesen Umstand auszugleichen.
Die Akkuleistung - Hier scheiden sich die Geister. Das Gerät wird sowohl mit einem dreizelligen (Standard- und Special- Editon), als auch mit einem sechszelligen Akku (Luxury Edition) ausgeliefert. Mit drei Zellen ist nach ca. 2 Stunden und 25 Minuten Schicht im (Akku-) Schacht. Mir persönlich erschien das zu kurz. Ich habe ein Notebook mit vergleichbarer Akkulaufzeit und da ging dem Gerät immer schnell der Saft aus. Die "Luxury Edition" beeinhaltet ein sechs zelliges Akkupack. Dieses leistete bei "Vollgas" auf dem Wind 5 Stunden Akkulaufzeit. Im Einsatz bin ich damit nie an die Grenzen gestossen. Um mal zu gucken, wie lang der hält, musste ich die Kiste bewusst so lang laufen lassen, bis der Akku nachgab. Binnen zwei Stunden ist der Akku wieder geladen und bereit für neue Schandtaten. Ich persönlich kann nur raten, den Aufpreis zu leisten und gleich die "Luxury Edition" zu holen. Der Akku hält auch schlappe 4 Stunden durch, wenn die ganze Zeit eine externe 2,5" Festplatte am USB-Port dran hängt. Wem das nicht reicht, der kann noch einen neunzelligen Tuningakku (Fremdanbieter) erwerben, der die Akkulaufzeit auf weit mehr als 8 Stunden bringt.

Lieferumfang:
- Das Grundgerät
- Akku
- Netzteil
- Recovery CD
- Treiber CD
- Handbuch
- Garantiekarte
- Kunstledertasche in Weiss
Das erste Einschalten - Juchee, es läuft! Aber halt, was macht der da? Verdammt! Windows ist ja noch garnicht installiert. Das Gerät fordert einen auf, sich für eine Sprache zu entscheiden. In der Sprache wird dann erstmal Windows XP SP3 installiert. Das geht noch recht zügig. Nach einer halben Stunde ist das Gerät dann erstmalig betriebsbereit. Nun wurde die Freude ein wenig geschmälert. Irgendwie wollten manche Dinge einfach nicht funktionieren. Der Fehler war später dann eingekreist. MSI hat von dem Wind verschieden ausgestattete Geräte herausgebracht. So variieren sie bei der WLAN-Karte, beim BLuetooth und beim Touchpad. Also muss man sich erstmal ransetzen und feststellen, was da eigentlich im Wind verbaut ist. Anschliessend löscht man alle Treiber und installiert die richtigen Treiber dann neu. Erst danach funktionierte alles reibungslos. Wer sich mit Rechnern generell nicht so auskennt und sich eher als "Benutzer" einstuft, wird wohl an dieser Hürde etwas zu knacken haben. Zumal nicht alle nötigen Treiber auf der Treiber-CD enthalten sind, um das Problem zu lösen. Also muss man erstmal mit einem anderen Rechner ins Internet, die Treiber suchen und dann per USB-Stick oder externe Festplatte auf den Wind rüber schaufeln.
Probleme:
Ich sollte erwähnen, dass ich das Pech hatte und nach einem Monat das Display den Löffel abgab. Plötzlich erschienen nur noch Pixelfehler auf dem Schirm und vermiesten mir die Laune. Also Garantiekarte gezückt und nachlesen, wie ich den wieder in Gang kriege. Der Pick up & Return-Service funktionierte einwandfrei. UPS holte das Gerät ab und brachte es 12 Tage später im tadellosen Zustand wieder zurück. Der Fehler wurde behoben und Spuren vom Öffnen des Geräts gab es auch keine. Der sieht immer noch aus, wie frisch gekauft und ausgepackt.
Pro:
+ ansprechendes Design
+ aussentaugliches Display
+ gute Tastatur
+ dank SATA-HDD massig Speicherplatz
Kontra:
- Windows nicht vorinstalliert
- Vorinstallation unnötiger Treiber
- Touchpad von Sentellic (gilt nicht für alle Wind)
- Kopflastig durch sechszelligen Akku
- Lautsprecher (Klang)
- Mikrofon (Klang)
Technische Daten:
Abmessungen: 26cm x 18cm x 1,9cm
Gewicht: ca. 1100g
Farbe: Weiss, glänzend
CPU: Intel Atom N270, 1,6 GHz
Chipsatz: Intel 945GMS+/945GSE
Display: 10.2", 1024x600, matt
Grafik: Intel UMA (GMA950)
Sound:
- HD Audio, Realtek ALC888S
- 2x Lautsprecher intern
- Mikrofon
RAM:
- 1024 MB DDR2, 667MHz (verlötet)
- 1x freier Sockel (mit 1GB bestückbar)
Festplatte: 160GB SATA-150, 5400rpm
Netzwerk:
- WLAN (300Mbit)
- LAN (100Mbit)
- Bluetooth
Anschlüsse:
- 3x USB 2.0
- 1x VGA
- 1x Kensington Lock
- 1x Kopfhörer/Line out
- 1x Microphone/Line in
- 1x Power In
- 4 in 1 Cardreader (SD, MMC, MS, MS-Pro)
Akku: 6 Zellen, 4400mhA
Extras: 1,3 Megapixel Webcam
MSI Wind U100 (speziell "Luxury Edition")
Als Ende 2007 die ersten Netbooks auf den Markt drängten, war ich von der Baugrösse einfach fasziniert. So sind Subnotebooks zwar heutzutage schon schön kompakt, aber doch teurer als ein Netbook - obwohl unter´m Strich nicht mehr Leistung dabei rumkommt. Mitte 2008 konnte ich mir dann den Medion Akoya 1210 genauer anschauen und mal antesten (ein umgelabelter "Wind"). Daraufhin blitzte bei mir ein "Muss ich haben!" vor den Augen. Zwischenzeitig schossen viele Hersteller mit ihrer eigenen Vorstellung eines Netbooks auf den Markt und die Sache wurde ein wenig unüberschaubar. Die technische Basis ist bei fast allen Geräten identisch, sodass nur kleinste Details für oder gegen einen Kauf sprechen. So hat der Wind halt einige Vorzüge, die man bei der Konkurrenz nicht findet - aber eben auch Nachteile.
Das passende Gerät für den passenden Zweck!
"Ein Netbook ersetzt kein Notebook, aber es ist eine nette Ergänzung." - Über diesen Ausspruch stolpert man häufig beim Thema "Netbooks". Und der Spruch stimmt vollkommen. Was das Preis/Leistungsverhältnis angeht, haben normale 15,4" Notebooks die Nase vorn. Sie bieten mehr Prozessorleistung und einen grösseren höher auflösenden Bildschirm. Wer ein Gerät sucht, was in erster Linie in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommt, der ist mit einem Notebook besser bestückt. Dafür leidet bei diesen Geräten die Mobilität. Wer hat schon Lust, einen 3kg Backstein mit sich rum zu schleppen? So besitze ich ein 15,4" Notebook und würde, hätte ich überhaupt kein Notebook, erstmal zu einem Notebook greifen und dann erst ein Netbook dazu kaufen. Doch welche Gründe sprechen für ein Netbook, ausser dem innigen Wunsch, es lediglich besitzen zu wollen? Also aus gesundheitlichen Gründen bin ich in den Wartezimmern diverser Arztpraxen zu Hause und hocke dort einige Stündchen im Monat rum. Irgendwann kennt man sämtliche Zeitschriften auswendig. Also musste etwas her, was die Wartezeit verkürzt. Parallel dazu gilt das gleiche für Krankenhaus-Aufenthalte, die sich in letzter Zeit häufen. Das Gewicht und die Baugrösse verleiten generell einen dazu, das Netbook fast überall mit hin zu schleppen. Irgendwie ist das Gerät in letzter Zeit immer mit im Gepäck. Vor allen Dingen passt es wunderbar in die Staufächer eines Motorrollers oder in die Satteltaschen von einem Fahrrad. Auch für das Handschuhfach eines Autos ist es kompakt genug. Schüler oder Studenten werden das Gerät lieben, weil es wunderbar in die Schultasche oder Aktentasche reinpasst neben den Büchern usw.
Doch was leistet der Kleine denn?
Ich habe keinen Benchmarktest durchgeführt. Eins ist schon von vornherein klar: Netbooks sind Sparwunder und keine mobile Rechenzentren. Die Leistung langt vollkommen aus, um im Internet zu surfen, Emailverwaltung, Instant Messaging, Skype, Teamspeak, Office und in einem gewissen Rahmen auch Bildbearbeitung. Hierbei muss man nun trennen. Wenn man seine Fotos nachbearbeitet, ist die Welt noch in Ordnung. Will man aber mit Gimp oder Photoshop ein Bild mit mehreren Ebenen bearbeiten, dann stösst das Gerät an seine Grenzen und wird schon etwas lahmer (aber nicht unerträglich lahm). Die Musikwiedergabe läuft auf dem Winzling wunderbar. Ok, die internen Lautsprecher sind eine mittlere Katastrophe. Nur was will man für diese kleinen Knöpfchen auch erwarten? Selbst der Summer eines PCs ist grösser. Per Kopfhörer gibt es dann einen klaren und satten Sound auf die Lauschlappen. Dort überzeugt der hohe Output. Also es können über Kopfhörer Lautstärken wiedergegeben werden, bis das Gehör Alarm schreit (die geht wirklich über die Schmerzgrenze hinaus).

(Grössenvergleich 15,4" HP G6000 Notebook - 10" MSI Wind)
Die Videowiedergabe ist auf dem Display einfach nur genial. In Punkto Helligkeit, Kontrast und Farben sticht es so manches Notebook aus und das, wo das Display gerade mal auf 60% Leistung eingestellt ist. Bei 100% hat man schon das Gefühl, man würde in eine Taschenlampe gucken. Doch zu den Videos: Diese sind brilliant und mit einer sehr guten Bildschärfe zu sehen. Lediglich bei DIVX und XVID ist bei allzu heftigen Kamerafahrten für einen Bruchteil von Sekunden ein Ruckeln wahrzunehmen. Dies ist aber auch wieder davon abhängig, wie hoch die Auflösung des Bildmaterials ist. Filme in Blue-Ray-Qualität würde ich dem Kleinen nicht zumuten. Nur das Ding hat ja eh kein Blue Ray-Laufwerk. Normale DVD-Filme spielt es ruckelfrei ab.

(Grössenvergleich 15,4" HP G6000 Notebook - 10" MSI Wind)
An die Grenzen gerät der Winzling, wenn es darum geht, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun oder mehrere Fenster und/oder Anwendungen bereit zu halten. So muss man sich angewöhnen, auch mal wieder Fenster und Programme zu schliessen und nicht immer nur im Hintergrund zu minimieren. Abhilfe soll in dem Fall eine Erweiterung auf 2GB Ram bringen, wurde aber von mir (noch) nicht in Angriff genommen. Mir persönlich langt die Grundleistung für meine Zwecke vollkommen aus. Daher lass ich den Deckel vorerst zu.
Was mich persönlich überrascht hat, ist die Spieltauglichkeit. Spiele, die unter Windows XP laufen und etwa bis 2003 herauskamen, laufen wunderbar mit der Leistung des kleinen Zwergs. Selbst Spiele, die man schon abgeschrieben hatte, weil sie nicht mit Dual Core-Prozessoren oder zu modernen Grafikkarten klarkamen, sind wieder im Rennen. Wer hat nicht mal eine kleine Runde "Command & Conquer - Alarmstufe Rot 2" vermisst? Für den Spass zwischendurch ist das eine feine Sache. So vergeht echt die Zeit unterwegs im Fluge. Man stelle sich vor, man sitzt beim Arzt im Wartezimmer und hat zwei Stunden Wartezeit vor sich. Mal eben eine Runde bei C&C eingelegt und schwubbs, wird man auch schon aufgerufen. So macht es auch langweilige Warterei erträglich.
Entgegen dem Trend in Netbooks SSD-Flashspeicher anstatt Festplatten zu verbauen, setzte sich der Wind als einer der ersten Netbooks mit einer konventionellen 2,5" Festplatte durch. Ausgestattet mit einer 160GB SATA-Festplatte, ist Speicherplatz im Überfluss vorhanden. Die Festplatte ist ordentlich schnell und die Wartezeiten entsprechen denen normaler Notebooks. Sind ja auch die gleichen Festplatten in den Dingern. Ein CD/DVD-Laufwerk sucht man vergebens. Das hätte auch nur die Baugrösse und das Gewicht angekratzt. Da alle anderen Hersteller ebenfalls keine weiteren Laufwerke ausser der Festplatte verbauen, ist das bei den Netbooks eh irrelevant. An Anschlüssen bietet der Wind das gleiche, wie alle anderen Hersteller. Dazu zählen 3x USB2.0, Line in, Line out, VGA out, Cardreader und LAN-Buchse. Alle Anschlüsse wurden seitlich ausgeführt. Ferner verfügt das Gerät über 300Mbit WLAN und über Bluetooth. Somit steht der Verbindung mit dem Handy oder einem WLAN-Router nichts im Wege.
Für die Internettelefonie und diverse Messenger bietet das Gerät auch noch eine 1,3 Megapixel Webcam. Diese liefert ein sauberes und helles Bild. Für meine Begriffe eine gute Leistungsausbeute. Jedenfalls war ich am Anfang skeptisch. Meist bieten ja eingebaute Webcams in Notebooks nicht grad das gelbe vom Ei. Das eingebaute Mikrofon sollte man allerdings schnellstens vergessen. Das taugt nicht die Bohne. Alles klingt durch das Teil, als würde man in einer Blechbüchse sitzen. Hierfür hab ich eigens ein kleines Ansteckmikrofon angestöpselt, um diesen Umstand auszugleichen.
Die Akkuleistung - Hier scheiden sich die Geister. Das Gerät wird sowohl mit einem dreizelligen (Standard- und Special- Editon), als auch mit einem sechszelligen Akku (Luxury Edition) ausgeliefert. Mit drei Zellen ist nach ca. 2 Stunden und 25 Minuten Schicht im (Akku-) Schacht. Mir persönlich erschien das zu kurz. Ich habe ein Notebook mit vergleichbarer Akkulaufzeit und da ging dem Gerät immer schnell der Saft aus. Die "Luxury Edition" beeinhaltet ein sechs zelliges Akkupack. Dieses leistete bei "Vollgas" auf dem Wind 5 Stunden Akkulaufzeit. Im Einsatz bin ich damit nie an die Grenzen gestossen. Um mal zu gucken, wie lang der hält, musste ich die Kiste bewusst so lang laufen lassen, bis der Akku nachgab. Binnen zwei Stunden ist der Akku wieder geladen und bereit für neue Schandtaten. Ich persönlich kann nur raten, den Aufpreis zu leisten und gleich die "Luxury Edition" zu holen. Der Akku hält auch schlappe 4 Stunden durch, wenn die ganze Zeit eine externe 2,5" Festplatte am USB-Port dran hängt. Wem das nicht reicht, der kann noch einen neunzelligen Tuningakku (Fremdanbieter) erwerben, der die Akkulaufzeit auf weit mehr als 8 Stunden bringt.

Lieferumfang:
- Das Grundgerät
- Akku
- Netzteil
- Recovery CD
- Treiber CD
- Handbuch
- Garantiekarte
- Kunstledertasche in Weiss
Das erste Einschalten - Juchee, es läuft! Aber halt, was macht der da? Verdammt! Windows ist ja noch garnicht installiert. Das Gerät fordert einen auf, sich für eine Sprache zu entscheiden. In der Sprache wird dann erstmal Windows XP SP3 installiert. Das geht noch recht zügig. Nach einer halben Stunde ist das Gerät dann erstmalig betriebsbereit. Nun wurde die Freude ein wenig geschmälert. Irgendwie wollten manche Dinge einfach nicht funktionieren. Der Fehler war später dann eingekreist. MSI hat von dem Wind verschieden ausgestattete Geräte herausgebracht. So variieren sie bei der WLAN-Karte, beim BLuetooth und beim Touchpad. Also muss man sich erstmal ransetzen und feststellen, was da eigentlich im Wind verbaut ist. Anschliessend löscht man alle Treiber und installiert die richtigen Treiber dann neu. Erst danach funktionierte alles reibungslos. Wer sich mit Rechnern generell nicht so auskennt und sich eher als "Benutzer" einstuft, wird wohl an dieser Hürde etwas zu knacken haben. Zumal nicht alle nötigen Treiber auf der Treiber-CD enthalten sind, um das Problem zu lösen. Also muss man erstmal mit einem anderen Rechner ins Internet, die Treiber suchen und dann per USB-Stick oder externe Festplatte auf den Wind rüber schaufeln.
Probleme:
Ich sollte erwähnen, dass ich das Pech hatte und nach einem Monat das Display den Löffel abgab. Plötzlich erschienen nur noch Pixelfehler auf dem Schirm und vermiesten mir die Laune. Also Garantiekarte gezückt und nachlesen, wie ich den wieder in Gang kriege. Der Pick up & Return-Service funktionierte einwandfrei. UPS holte das Gerät ab und brachte es 12 Tage später im tadellosen Zustand wieder zurück. Der Fehler wurde behoben und Spuren vom Öffnen des Geräts gab es auch keine. Der sieht immer noch aus, wie frisch gekauft und ausgepackt.
Pro:
+ ansprechendes Design
+ aussentaugliches Display
+ gute Tastatur
+ dank SATA-HDD massig Speicherplatz
Kontra:
- Windows nicht vorinstalliert
- Vorinstallation unnötiger Treiber
- Touchpad von Sentellic (gilt nicht für alle Wind)
- Kopflastig durch sechszelligen Akku
- Lautsprecher (Klang)
- Mikrofon (Klang)
Technische Daten:
Abmessungen: 26cm x 18cm x 1,9cm
Gewicht: ca. 1100g
Farbe: Weiss, glänzend
CPU: Intel Atom N270, 1,6 GHz
Chipsatz: Intel 945GMS+/945GSE
Display: 10.2", 1024x600, matt
Grafik: Intel UMA (GMA950)
Sound:
- HD Audio, Realtek ALC888S
- 2x Lautsprecher intern
- Mikrofon
RAM:
- 1024 MB DDR2, 667MHz (verlötet)
- 1x freier Sockel (mit 1GB bestückbar)
Festplatte: 160GB SATA-150, 5400rpm
Netzwerk:
- WLAN (300Mbit)
- LAN (100Mbit)
- Bluetooth
Anschlüsse:
- 3x USB 2.0
- 1x VGA
- 1x Kensington Lock
- 1x Kopfhörer/Line out
- 1x Microphone/Line in
- 1x Power In
- 4 in 1 Cardreader (SD, MMC, MS, MS-Pro)
Akku: 6 Zellen, 4400mhA
Extras: 1,3 Megapixel Webcam