Mike
Wie haltet ihr das mit den Notebook-Akkus?. Ich habe jetzt ein weiteres Notebook gekauft und entferne im Strommodus den Akku, weil ich einfach die tatsächlichen Ladezyklen nicht erfahren konnte, da sich darüber die Firmen in Schweigen hüllen.
Die beste Lebensdauer soll man erreichen können, wenn man den Akku 80% auflädt, aus dem Notebook entfernt und bei 20 - 23° lagert.
Im eingebauten Zustand und dann im Strommodus, soll die dadurch entstehende Wärme, für einen schnellen Kapazitätsverlust sorgen.
Eigentlich viel Aufwand, doch wenn plötzlich nach kurzer Zeit schon die Anzeige kommt, dass nur noch für 1 Sunde der Saft reicht, ist das schon eine Überlegung wert.
Jons
ich mach den akku auch immer raus, wenn ich ihn am strom hengen hab!
hab den jetzt 2 jahre und bisher immer so gehandhabt
nur doof ist dann wenn man ausversehen auf den netzschalter von der mehrfachsteckdose kommt und alles aus geht!
Luzifuss
Ich wechsel bei meinen Notebooks den Akku nicht. Beim alten HP ist der Akku schon lang hinüber. Das wird nur im Esszimmer benutzt und braucht eh kein Akku. Bei meinem "Wind" lohnt sich ein Akkutausch nicht, da das Gerät zu 95% über Akku genutzt wird. Am Netzteil hängt der eigentlich nur zum Laden. Beim GX720 wechsel ich den Akku nicht, da die Ladefunktion an dem Gerät recht gut gelöst ist. Der lädt erst, wenn der die 90%-Marke unterwandert. Nur nutze ich den GX720 nicht über Akku. Hab auch keine Lust ein schweren 17" Schleppi mit wuchtigen Metallgehäuse zu schleppen. Ausserdem wird der Schleppi nicht wirklich warm. Beim HP ist beispielsweise die Betriebstemperatur zu hoch. Das schadet dem Akku doch ziemlich. Der GX hingegen bleibt jedesmal kalt wie´n Kühlschrank. 17" Schleppis haben irgendwie ein besseres Wärme-Management.
Psylix
Bei den "modernen" Notebooks brauch man die Akkus nicht zu entfernen, das sind Li-ion oder li-poly akkus, und die Ladeelektronik sorgt dafuer das dem Akku nur die erhaltsladung gegeben wird wenn er voll ist und am Netz haengt.
Mein NC10 haengt eigentlich immer am Netz, und der Akku is drin.
Wenn man vom Wearlevel ausgeht, hat sich noch nichts veraendert.
auch von meiner mutter das Teil, da is immer der Akku drin, nichts passiert.
Die Akkus gehen so oder so kaputt^^
ob der nun drin is beim netzbetrieb oder draussen spielt dabei eine unbedeutende Rolle
Achja, Li-Ion Akkus von Notebooks auf eine gewisse Prozentzahl zu laden und dann zu lagern is auch quatsch^^
Weil dieser Akkutyp NUR vom Rumliegen altert! (unabhaengig davon welche Temp und wieviel Ladung)
Luzifuss
@Psylix: Wenn man aber ein Notebook hat, was relativ viel Wärme produziert, isses schon besser, den Akku rauszunehmen, wenn man am Netz hängt. Weil Wärme mögen die nicht unbedingt...
Borderline
Ich hab meinen noch nie drinne gehabt
Mike
Notebooks aktueller Baureihen arbeiten fast ausnahmslos mit „Lithium-Ionen“-Akkus: Diese Stromspeicher sind leicht, haben eine hohe Kapazität, sind schnell aufgeladen und gelten als wartungsfrei.
Allerdings sind
Lithium-Ionen-Akkus teuer und altern schnell: Nach zwei bis drei Jahren hat ein Lithium-Ionen-Akku die Hälfte seiner Kapazität verloren, also auch nicht so "modern" wie Bio meint.
Das Altern kann man nicht vermeiden, allenfalls verzögern. Wie lange der Akku vom Notebook seine Leistung behält, hängt unter anderem von
der Zahl der Lade-/Entladezyklen und der Betriebstemperatur ab. Hier halten sich, wie schon von mir erwähnt, die Hersteller in schweigen.
Hier kann man ansetzen, um das Leben des Energiespeichers zu verlängern: Man schöft die Kapazität des Akkus möglichst voll aus. Unnötiges Aufladen vermeiden, wenn nur wenig Batterieladung verbraucht wurde –
jeder Ladevorgang verkürzt die Lebensdauer!
Grosse Hitzebelastung (Temperaturen über 30 Grad) und starke Kälteeinwirkung (unter -10 Grad) vermeiden.
Das Notebook nicht lange in praller Sonne oder im Winter etwa im Auto liegen lassen.
Wenn mehrere Tage am Stromnetz gearbeitet wird, entfernt man besser den Akku aus dem Notebook, damit er nicht dauerhaft stark erhitzt wird.
Auch sollte man darauf achten, dass der Ladezustand bei etwa 40 Prozent liegt.
So einfach ist das nicht mit den Akkus, doch wer ca. ab 90€ für ein Ersatzakku hat, braucht sich ja nicht daran halten.
Luzifuss
@Mike: Die Angaben zu den Ladezyklen variieren zwischen 300 bis 1000 Ladezyklen. Theoretisch schaffen die 1000, wenn die Verarbeitung, Pflege und korrekte Ladung/Entladung stimmig sind. In der Praxis finden sich aber eher die 300 Zyklen wieder. Ein Ladezyklus ist unabhängig von der zu ladenden Menge. Wenn ich 2% laden muss, ist das schon ein vollwertiger Ladezyklus. Also sollte man den Akku immer nach Möglichkeit ausgiebig leer lutschen. Allerdings mögen die Dinger genauso wie bei Lihtium-Polymer-Akkus keine Tiefenentladung.
Nur wenn man es genau nimmt: Hersteller egal welchen Akkutyps geben nie die Zyklen an. Bei Ni-MH-Akkus steht sowas auch nicht drauf. Dort ist man ebenso auf Vergleichsmessungen und dem "Volksmund" angewiesen. Nur haben die Akkus mehr Jahre auf den Buckel und jeder kennt die.
Und was die Ladung angeht, variieren die LiPo und LiIon schon heftigst, da dort in den letzten Jahren immer wieder Verbesserungen gemacht werden. Da ich wegen Modellbau eher die LiPos im Auge habe, muss ich sagen, dass sich dort die Akkus drastisch verbessert haben. Dort fällt mir der Verschleiss auch eher auf, da ich LiPo-Akkus locker mit 15 bis 30A quäle. Die müssen halt Motoren antreiben, damit sich meine Flieger in die Lüfte schwingen... *g*
Und je mehr ich zu den LiIon lese, scheint die Umgebungstemperatur des Akkus das einzige Manko zu sein. Die Kapazität verlieren die durch Oxidation der Elektroden, welche bei erhöhter Temperatur voranschreitet. Da ein Schleppi aber nunmal Wärme produziert, ist das halt eine blöde Sache...
Was die schnelle Alterung angeht: Die wird teilweise bei bis zu 5 Jahren angegeben. geringere Laufzeiten werden auf unsachgemässes Nutzen/Lagern und auf Verarbeitungsfehler zurückgeführt.
Artikel und Postings zu meinem MSI Wind und deren Akkus zeigen, dass der Hersteller ein grosses Wort bei der Lebensdauer mitspielt. So gibt es drei zellige, sechszellige und neunzellige Akkupacks füür den Wind. Die sechszelligen haben in der Tat auch nach einem halben Jahr die doppelte Kapazität im vergleich zum dreizelligen Akku. Aber die neunzelligen Akkus kommen von Billigherstellern und knicken nach ein paar Ladungen ein und fallen teilweise unterhalb des Niveaus eines Sechszellers. Nur wenn einer ein neunzelligen Akku zum Preis eines Dreizellers anbietet, muss halt schon was faul sein...^^
Freitag
| Zitat: |
Original von Luzifuss
Allerdings mögen die Dinger genauso wie bei Lihtium-Polymer-Akkus keine Tiefenentladung.
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Was genau ist ne Tiefenentladung? Ich hänge mein MacBook erst an den Strom wens noch etwa 5% Power überig hat. Genauso wie beim Mp3 Player, diesen lassen ich meistens "sterben" bevor ich auflade.
Luzifuss
@Freitag: Akkus dürfen nie ganz leer gelutscht werden. Meist passiert sowas nicht, weil der Akku ab einem gewissen Level eh nicht mehr genug Saft hat, um eine adäquate Spannung und Stromstärke zu liefern. Der Strom wird numal durch chemische Prozesse erzeugt. Diese Prozesse lassen sich beim Laden wieder umkehren. Natürlich gibt´s dabei immer einen kleinen Verlust, weshalb man Akkus nicht ewig neu laden kann. Das Limit dieses chemischen Prozesses ist beim Punkt angekommen, wo die Tiefenentladung beginnt. Dann starten weitere chemische Prozesse, die sich nicht durch´s Laden umkehren lassen. Einige Bestandteile reagieren und lagern sich an den Elektroden ab. Beim erneuten Laden lagert der sich nicht wieder an seinem Ursprungsort im Akku an. Im Prinzip beschleunigt man eigentlich den Alterungsprozess - dafür aber mit einem enormen Tempo. Im Modellbau, wo ich LiPo-Akkus verwende, wird der Punkt durch Schutzschaltungen verhindert. Ab einer festgelegten Spannung schaltet der Regler die Stromzufuhr zu Motoren ab und lässt einen am Flugzeug nur noch die Steuerfunktionen weiter tätigen - für eine sichere Landung. Billige Schutzeinrichtungen haben LEDs und Summer integriert, um optisch und akustisch zu warnen. Da liegt dann die Enscheidung bei einem selbst. Notebooks haben auch eine Sicherheitsabschaltung. gekoppelt mit der Warnfunktion unter Windows hat man dann die Gelegenheit, schnell noch zu speichern. Schlimmer wird es, wenn man leere Akkus einlagert. da ja jeder Akku sich gaaaanz langsam entlädt, ist irgendwann auch mal der Zeitpunkt der Tiefenentladung von ganz allein gekommen, um das Zeitliche zu segnen. Das ist auch der Grund, wieso man die Akkus nur im vollen Zustand lagern soll und von Zeit zu Zeit neu laden muss.
Im Prinzip gilt das für jeden Akkutypen, ganz gleich welche Substanzen verwendet werden. Man kennt vom Ni-Cd-Akku bestimmt noch den "Memory Effekt". Der liess sich allerdings durch entladen und laden wieder beheben. Die Ni-Mh-Akkus sind da nicht so schlimm. Die haben auch einen Memory-Effekt, aber nicht in solch einem Maße. Da man den Effekt ja wieder beheben konnte, hat man sich auch nie einen Kopf drum gemacht. Nur andere Akkusorten, wie LiPo und Ion, sind da empfindlicher.
Freitag
Cool, danke für die Aufklärung. Mein MacBook lag sicher schon einpaar mal "tot" im Schrank. Wird sicher nicht mehr passieren.
Cheers
Freitag