Luzifuss
Alle Jahre (oder Jahrzehnte) wieder erfasst uns ein kleiner oder grosser 3D-Boom. In den letzten ein bis zwei Jahren schwappt diese Welle immer mehr durch das Kino in Form von Filmen in der (echten) dritten Dimension. An sich ist das Thema nichts Neues und die verwendeten Verfahren sind teilweise schon vor der Geburt unserer Urgrossväter ausgekungelt worden. Allerdings ist die jetzt erreichte Einfachheit und Perfektion ein anderer Schnack. Und so springen immer mehr Firmen auf den Zug auf und bieten ihre Produkte an. Dabei dringen die Hersteller in Bereiche vor, die vor einiger Zeit noch einer handvoll Profis und Freaks vorbehalten war.
Alle Lösungen setzen dabei auf die Stereoskopie. Die dritte Dimension nehmen wir als Menschen wahr, weil wir zwei Augen haben, die in einem Abstand von ein paar Zentimetern die Umwelt wahrnehmen. So erhalten wir von ein und dem selben Objekt, welches wir angucken, zwei leicht versetzte Bilder. Im Gehirn wird daraus ein dreidimensionales Abbild. Bei der Stereoskopie werden uns auch zwei Bilder geliefert, für jedes Auge eines. Die Verfahren, die uns diese beiden Bilder liefern, bzw. filtern, unterscheiden sich geringfügig. so gibt es Brillen mit Farbfiltern (z.B. Rot-Grün, Rot-Cyan oder Magenta-Grün). Das Bildmaterial ist dabei farblich verändert (anaglyph). Somit ist das Farbspektrum recht eingeschränkt. Andere Brillen filtern das Bild durch Polarisationsfilter. Hier macht man sich zu nutze, dass das Licht eine Welle ist. Wellen schwingen. Durch Filter lässt sich das Licht aufsplitten in Licht, welches beispielsweise hochkant schwingt und welches, das seitwärts schwingt. Die Polfilterbrillen lassen nur jeweils eines der Schwingungsart durch. Dieses Verfahren wird in sehr vielen Kinos verwendet, da die Brillen recht günstig in der Anschaffung sind. Der Nachteil liegt in der Projektion. Das Licht darf bei der Reflektion auf Leinwänden nicht oder nur wenig verändert werden, da es sonst nicht mehr polarisiert ist. Ein weiteres verwendetes Verfahren ist die Shutterbrille. Hierzu hat man eine Brille, in der LCD-Elemente in den Gläsern stecken. Diese Gläser lassen entweder das Licht durch oder verdunkeln sich. Es wird immer abwechselnd die Durchlässigkeit für je ein Auge geschaltet. Im gleichen Takt wird das Bild für jeweils ein Auge auf der Leinwand oder dem Bildschirm angezeigt. Damit das Auge aber kein Flackern wahrnimmt, muss die Bildwiedergabe sehr schnell erfolgen. Ein Richtwert ist 120Hz. Diese 120Hz halbieren sich pro Auge. Jedes Auge bekommt 60Hz. Ist die Taktung langsamer als 120Hz, nimmt man das Flackern verstärkt wahr, was wiederum sehr anstrengend wirkt. Es gibt auch Verfahren, die ohne Brille arbeiten, aber diese Systeme kranken noch unter mehreren Problemen. Der 3D-Effekt ist nicht so durchdringlich, wie bei den durch Brillen gefilterten Verfahren. Auch erfordert sie vom Zuschauer eine genau definierte Position vor dem Monitor, bzw. Fernseher. Diese Verfahren arbeiten mit Lentikularlinsen, die auf dem Monitor/Fernseher aufgetragen wurden. Dieses Verfahren kennen wir aus der Kindheit vielleicht noch von den kleinen Wackelbildern, die eine geriffelte Oberfläche hatten.
Am PC gab es schon vor über 10 Jahren die Möglichkeit, vor dem heimischen PC-Monitor die dritte Dimension in Spielen zu erleben. ELSA bot für NVIDIA-Grafikkarten eine Shutterbrille namens "3D-Revelator" an. Das System krankte einerseits an der noch fehlenden Leistungsfähigkeit der PC-Hardware, aber auch an den vielen Bildröhrenmonitoren, die teilweise zu langsam waren. Monitore für ein flackerfreies Sehvergnügen waren etwas kostspieliger, um die 120Hz in einer annehmbaren Auflösung zu liefern. Mit dem Aufkommen der LCD/TFT-Monitore wurde dieser Technik erstmal ein Riegel vorgesetzt. Die Bildelemente waren zu langsam für Shutterbrillen. Das Limit der ersten und auch heute üblichen Monitore liegt bei 60Hz - also nur die Hälfte dessen, was man braucht. Aber auch mit Polfilterbrillen kam man bisher nicht auf seine Kosten, da die LCD/TFT-Monitore ein leicht eingeschränktes Farbspektrum haben und es sich als nicht so einfach herausstellte, bei Bildschirmen das licht zu polarisiert auszugeben. Pioniere der Neuzeit sind hier Samsung und Zalman, die beide recht passable Geräte auf den Markt brachten.Zalman´s Lösung nutzt Polfilterbrillen (mit TriDef Treiber/Software). Die Nachteile des Verfahrens sind eine leicht eingeschränkte Tiefenwirkung und einer reduzierten Auflösung in der 3D-Darstellung. Samsung setzt beispielsweise auf die Shutterbrille und haben einen Monitor im Angebot, der die benötigten 120Hz packt. Doch Samsung liefert selbst keine passende Shutterbrille. Diese muss von Nvidia in Form der "3D-Vision" beschafft werden. Doch seit diesem Jahr liefert auch Acer Monitore aus, die für Shutterbrillen geeignet sind. Andere Hersteller folgen.
Zalman-Website -> 3D
TriDef-Website -> Infos/Produkte
Samsung-Website -> 3D Monitor
Nvidia-Website -> 3D-Vision
Alle bisherigen Monitor/Fernseher-Angebote haben den Nachteil des Ghostings. Das heisst: Zusätzlich zur dreidimensionalen Darstellung überlappt das Bild von jeweils einem Auge. Somit erhalten dargestellte Objekte eine Art "Aura", einen unscharfen Umriss, bzw. Doppelbilder. Das hängt damit zusammen, dass die Geräte nicht zu 100% in dem Tempo das Bild liefern, wie es benötigt wird. Sie packen nicht den gleichmässigen Takt der Shutterbrillen. Diesen Nachteil haben die 3D-Ready-DLP-Beamer nicht. Sie liefern ein klares Bild. Deren Nachteile liegen eher in der Preisgestaltung. Es gibt schon Beamer ab 300Euro, die 3D-fähig sind, aber diese liefern nur die geringe Auflösung von 800x600 Pixeln. Verdoppelt man den Preis, erhält man zumindest schon mal 1024x768 als native Auflösung. Von dort an steigen die Preise sprunghaft an. Für die HD-Auflösung liegt der Kaufpreis im Bereich eines Neuwagens.
Acer-Website -> Beamer X110
Acer-Website -> Beamer H5360
(Hinweis: eMachines bietet den H5360 unter anderer Bezeichnung für 100Euro weniger an - leider hab ich keine Infos auf die Schnelle gefunden)
Optoma-Website -> Beamer HD66
Übrigens ist nicht jede Grafikkarte für die Umsetzung der Spiele in der dritten Dimension geeignet. Nvidia setzt mindestens eine Geforce 8xxx voraus für 3D-Vision. Doch das heisst nicht, dass nun Besitzer einer Geforce 8400 sich freuen dürfen. Die Leistung der Karte langt bei Weitem nicht aus, um Spiele auf Trapp zu bringen. Immerhin muss die Karte nun je ein getrenntes Bild pro Auge berechnen. Dazu sollte man schon eine Grafikkarte zulegen, die im Highend-Bereich angesiedelt ist. Doch selbst dann muss man die Grafikeffekte reduzieren, um eine flüssige Darstellung zu bekommen. Auch ist nicht jedes Spiel wirklich 3D-fähig. Generell sind alle DirectX-Spiele 3D-fähig. Doch wurden die Spiele nicht drauf ausgelegt. In Egoshootern wird beispielsweise das Fadenkreuz zum Zielen ein Problem. es klebt zweidimensional vorn auf der Mattscheibe. Blickt man nun in die "Ferne", so sieht man das Fadenkreuz doppelt. Nvidia hat daher ein eigenes Fadenkreuz in den Treiber integriert, welches dreidimensional platziert wurde. Auch wurden einige Grafikeffekte nicht wirklich räumlich angeordnet. Durch die echte 3D-Darstellung werden diese nun "enttarnt". Oft haben die Spiele Probleme mit der Darstellung von Feuer, Wasser, Rauch und Explosionen - aber auch Schatten und Hintergründe.
Notebooks wurden von dem Trend auch nicht verschont. Asus und Acer haben jeweils ein Notebook ins Rennen geschickt, die auf die dritte Dimension setzen. Das Notebook-Display von Asus liefert 120Hz und verwendet die "3D Vision"-Shutterbrille von Nvidia. Das Acer-Notebook hingegen setzt auf Polarisationsfilter, wie der obig erwähnte Zalman-Monitor. Die Presse ist zu den Geräten geteilter Meinung. Die einen behaupten, es wäre gut nutzbar, andere meinen, dass die Leistung von Notebooks zu schwachbrüstig für diesen Bereich wäre. Auch gab es treiertechnische Anlaufschwierigkeiten bei Asus. Vom Preis her ist zumindest das Acer-Notebook einen Versuch wert (unter 800Euro).
ASUS-Website -> 3D Notebook
Acer-Website -> 3D Notebook
Spielkonsolen sind noch nicht ganz so weit, die dritte Dimension zu betreten. Zwar gibt es jetzt schon Ansätze für die Playstation 3, aber diese sehen derzeit nicht ganz so rosig aus. So packen die Spiele nicht mehr die 1080p-Auflösung, sondern werden auf 720p runtergefahren, um in 3D spielbar zu bleiben. Einige Hersteller haben auch schon zugegeben, dass ihre Konsolen nicht die ausreichende Hardwarepower haben. Die aktuelle Konsolengeneration ist ja schon seit Jahren auf dem Markt und ein wenig vom 3D-Trend überrollt worden. Das wird sich wohl erst mit den Nachfolgern wirklich zufriedenstellen richten lassen. Doch einzig Nintendo hat eine Neuauflage des Nintendo DS für das nächste Jahr angekündigt, der ein 3D-Bild liefern soll.
Heise.de -> News/Info zu PS3 und 3D
Heise.de -> News/Info zu Nintendo 3DS
TV/Video - hier ist bisher noch kein wirkliches Machtwort gesprochen. Samsung und Panasonic sind mit ersten 3D-fähigen Fernsehern auf dem Markt vertreten. Es fehlt hier nicht an der Technik, sondern am Bildmaterial. Erst mit der Fussball-WM soll sich in diesem Jahr das 3D-Fernsehen wirklich entwickeln. Dort fehlt derzeit einfach das Angebot - geschweige denn, dass man wüsste, in welcher Form sie das Bildmaterial ausstrahlen. Die aktuellen Blue Ray-Player liefern das Bild per HDMI 1.3-Anschluss. Der reicht nicht aus, um 3D-Filme auf die Mattscheibe zu zaubern. Die neuen Player haben daher HDMI 1.4 - wobei hier nur meines Wissens ein Gerät von Samsung erhältlich ist. Sonny hatte zwar versprochen und gesagt, dass die Playstation 3 HDMI 1.4-tauglich sei, hält aber das passende Firmware-Update schon seit langer Zeit zurück. Sony scheint wohl so lang zu warten, bis sie mit ihrer eigenen 3D-Technik auf den Markt kommen. Aber auch hier ist das Angebot an Filmen viel zu gering. Mir ist derzeit nur "Monsters vs. Aliens" bekannt, welches man in 3D geniessen könnte - sofern man auf Kinderfilme steht. Im letzten Jahr gab es auch noch nicht wirklich viele Filme, die im Kino in 3D liefen. In diesem Jahr ist fast jeder Film im Kino in 3D angekündigt. Das wird sich wohl erst noch Mitte/Ende diesen Jahres zeigen, wie es sich für den Heimbereich entwickelt.
Samsung-Website -> 3D TV 40Zoll
Samsung-Website -> 3D TV 46Zoll
Samsung-Website -> 3D Blueray-Player
Panasonic-Website -> 3D Info
Panasonic-Website -> 3D TV
Fotografie/Filmtechnik - hier sieht es nicht ganz so mager aus. Fujifilm und ein paar andere Hersteller haben schon erste Kameras für den Heimgebrauch herausgebracht. Noch sind sie nicht ganz so günstig zu haben, aber noch ist die Technik zu neu und die Preise werden mit der Zeit noch purzeln. Die Kamera von Fujifilm ist kompakt gehalten und richtet sich nicht gerade an die Profis. Sie ist leicht zu bedienen und die Bilder lassen sich direkt an der Kamera in 3D betrachten. Fujifilm liefert auch den passenden digitalen Fotorahmen, um zu Haus die Bilder anschauen zu können. Durch einen Fotoentwicklungsservice gibt es die Möglichkeit, die Bilder in 3D anfertigen zu lassen (Lentikular). Am PC lassen sich mittels Nvidia´s "3D-Vision" die Bilder, bzw. Filmchen auch schon so anschauen.
Fujifilm-Website -> 3D Kamera
Für den PC gibt es für den Spass zwischendurch zumindest schon mal eine Webcam für die dreidimensionale Darstellung, die Minoru 3D.
Minoru3D-Website -> Infos zur 3D-Webcam
Sodele, das war mein kleiner Streifzug durch die digitale 3D-Welt. Mit Sicherheit hab ich einige Sachen vergessen. Aber praktischerweise ist das ein Forum, sodass Ihr da gerne Sachen ergänzen dürft - zumal ich bestimmt hier und da auch Fehler reingehauen hab. Mich würde interessieren, in wie weit Ihr Euch dem 3D-Hype anschliesst oder schon angeschlossen habt. Auch würde mich interessieren, was Ihr davon so haltet. Also haut mal in die Tasten. Meine Tastatur lasse ich erstmal abkühlen...^^
Alle Lösungen setzen dabei auf die Stereoskopie. Die dritte Dimension nehmen wir als Menschen wahr, weil wir zwei Augen haben, die in einem Abstand von ein paar Zentimetern die Umwelt wahrnehmen. So erhalten wir von ein und dem selben Objekt, welches wir angucken, zwei leicht versetzte Bilder. Im Gehirn wird daraus ein dreidimensionales Abbild. Bei der Stereoskopie werden uns auch zwei Bilder geliefert, für jedes Auge eines. Die Verfahren, die uns diese beiden Bilder liefern, bzw. filtern, unterscheiden sich geringfügig. so gibt es Brillen mit Farbfiltern (z.B. Rot-Grün, Rot-Cyan oder Magenta-Grün). Das Bildmaterial ist dabei farblich verändert (anaglyph). Somit ist das Farbspektrum recht eingeschränkt. Andere Brillen filtern das Bild durch Polarisationsfilter. Hier macht man sich zu nutze, dass das Licht eine Welle ist. Wellen schwingen. Durch Filter lässt sich das Licht aufsplitten in Licht, welches beispielsweise hochkant schwingt und welches, das seitwärts schwingt. Die Polfilterbrillen lassen nur jeweils eines der Schwingungsart durch. Dieses Verfahren wird in sehr vielen Kinos verwendet, da die Brillen recht günstig in der Anschaffung sind. Der Nachteil liegt in der Projektion. Das Licht darf bei der Reflektion auf Leinwänden nicht oder nur wenig verändert werden, da es sonst nicht mehr polarisiert ist. Ein weiteres verwendetes Verfahren ist die Shutterbrille. Hierzu hat man eine Brille, in der LCD-Elemente in den Gläsern stecken. Diese Gläser lassen entweder das Licht durch oder verdunkeln sich. Es wird immer abwechselnd die Durchlässigkeit für je ein Auge geschaltet. Im gleichen Takt wird das Bild für jeweils ein Auge auf der Leinwand oder dem Bildschirm angezeigt. Damit das Auge aber kein Flackern wahrnimmt, muss die Bildwiedergabe sehr schnell erfolgen. Ein Richtwert ist 120Hz. Diese 120Hz halbieren sich pro Auge. Jedes Auge bekommt 60Hz. Ist die Taktung langsamer als 120Hz, nimmt man das Flackern verstärkt wahr, was wiederum sehr anstrengend wirkt. Es gibt auch Verfahren, die ohne Brille arbeiten, aber diese Systeme kranken noch unter mehreren Problemen. Der 3D-Effekt ist nicht so durchdringlich, wie bei den durch Brillen gefilterten Verfahren. Auch erfordert sie vom Zuschauer eine genau definierte Position vor dem Monitor, bzw. Fernseher. Diese Verfahren arbeiten mit Lentikularlinsen, die auf dem Monitor/Fernseher aufgetragen wurden. Dieses Verfahren kennen wir aus der Kindheit vielleicht noch von den kleinen Wackelbildern, die eine geriffelte Oberfläche hatten.
Am PC gab es schon vor über 10 Jahren die Möglichkeit, vor dem heimischen PC-Monitor die dritte Dimension in Spielen zu erleben. ELSA bot für NVIDIA-Grafikkarten eine Shutterbrille namens "3D-Revelator" an. Das System krankte einerseits an der noch fehlenden Leistungsfähigkeit der PC-Hardware, aber auch an den vielen Bildröhrenmonitoren, die teilweise zu langsam waren. Monitore für ein flackerfreies Sehvergnügen waren etwas kostspieliger, um die 120Hz in einer annehmbaren Auflösung zu liefern. Mit dem Aufkommen der LCD/TFT-Monitore wurde dieser Technik erstmal ein Riegel vorgesetzt. Die Bildelemente waren zu langsam für Shutterbrillen. Das Limit der ersten und auch heute üblichen Monitore liegt bei 60Hz - also nur die Hälfte dessen, was man braucht. Aber auch mit Polfilterbrillen kam man bisher nicht auf seine Kosten, da die LCD/TFT-Monitore ein leicht eingeschränktes Farbspektrum haben und es sich als nicht so einfach herausstellte, bei Bildschirmen das licht zu polarisiert auszugeben. Pioniere der Neuzeit sind hier Samsung und Zalman, die beide recht passable Geräte auf den Markt brachten.Zalman´s Lösung nutzt Polfilterbrillen (mit TriDef Treiber/Software). Die Nachteile des Verfahrens sind eine leicht eingeschränkte Tiefenwirkung und einer reduzierten Auflösung in der 3D-Darstellung. Samsung setzt beispielsweise auf die Shutterbrille und haben einen Monitor im Angebot, der die benötigten 120Hz packt. Doch Samsung liefert selbst keine passende Shutterbrille. Diese muss von Nvidia in Form der "3D-Vision" beschafft werden. Doch seit diesem Jahr liefert auch Acer Monitore aus, die für Shutterbrillen geeignet sind. Andere Hersteller folgen.
Zalman-Website -> 3D
TriDef-Website -> Infos/Produkte
Samsung-Website -> 3D Monitor
Nvidia-Website -> 3D-Vision
Alle bisherigen Monitor/Fernseher-Angebote haben den Nachteil des Ghostings. Das heisst: Zusätzlich zur dreidimensionalen Darstellung überlappt das Bild von jeweils einem Auge. Somit erhalten dargestellte Objekte eine Art "Aura", einen unscharfen Umriss, bzw. Doppelbilder. Das hängt damit zusammen, dass die Geräte nicht zu 100% in dem Tempo das Bild liefern, wie es benötigt wird. Sie packen nicht den gleichmässigen Takt der Shutterbrillen. Diesen Nachteil haben die 3D-Ready-DLP-Beamer nicht. Sie liefern ein klares Bild. Deren Nachteile liegen eher in der Preisgestaltung. Es gibt schon Beamer ab 300Euro, die 3D-fähig sind, aber diese liefern nur die geringe Auflösung von 800x600 Pixeln. Verdoppelt man den Preis, erhält man zumindest schon mal 1024x768 als native Auflösung. Von dort an steigen die Preise sprunghaft an. Für die HD-Auflösung liegt der Kaufpreis im Bereich eines Neuwagens.
Acer-Website -> Beamer X110
Acer-Website -> Beamer H5360
(Hinweis: eMachines bietet den H5360 unter anderer Bezeichnung für 100Euro weniger an - leider hab ich keine Infos auf die Schnelle gefunden)
Optoma-Website -> Beamer HD66
Übrigens ist nicht jede Grafikkarte für die Umsetzung der Spiele in der dritten Dimension geeignet. Nvidia setzt mindestens eine Geforce 8xxx voraus für 3D-Vision. Doch das heisst nicht, dass nun Besitzer einer Geforce 8400 sich freuen dürfen. Die Leistung der Karte langt bei Weitem nicht aus, um Spiele auf Trapp zu bringen. Immerhin muss die Karte nun je ein getrenntes Bild pro Auge berechnen. Dazu sollte man schon eine Grafikkarte zulegen, die im Highend-Bereich angesiedelt ist. Doch selbst dann muss man die Grafikeffekte reduzieren, um eine flüssige Darstellung zu bekommen. Auch ist nicht jedes Spiel wirklich 3D-fähig. Generell sind alle DirectX-Spiele 3D-fähig. Doch wurden die Spiele nicht drauf ausgelegt. In Egoshootern wird beispielsweise das Fadenkreuz zum Zielen ein Problem. es klebt zweidimensional vorn auf der Mattscheibe. Blickt man nun in die "Ferne", so sieht man das Fadenkreuz doppelt. Nvidia hat daher ein eigenes Fadenkreuz in den Treiber integriert, welches dreidimensional platziert wurde. Auch wurden einige Grafikeffekte nicht wirklich räumlich angeordnet. Durch die echte 3D-Darstellung werden diese nun "enttarnt". Oft haben die Spiele Probleme mit der Darstellung von Feuer, Wasser, Rauch und Explosionen - aber auch Schatten und Hintergründe.
Notebooks wurden von dem Trend auch nicht verschont. Asus und Acer haben jeweils ein Notebook ins Rennen geschickt, die auf die dritte Dimension setzen. Das Notebook-Display von Asus liefert 120Hz und verwendet die "3D Vision"-Shutterbrille von Nvidia. Das Acer-Notebook hingegen setzt auf Polarisationsfilter, wie der obig erwähnte Zalman-Monitor. Die Presse ist zu den Geräten geteilter Meinung. Die einen behaupten, es wäre gut nutzbar, andere meinen, dass die Leistung von Notebooks zu schwachbrüstig für diesen Bereich wäre. Auch gab es treiertechnische Anlaufschwierigkeiten bei Asus. Vom Preis her ist zumindest das Acer-Notebook einen Versuch wert (unter 800Euro).
ASUS-Website -> 3D Notebook
Acer-Website -> 3D Notebook
Spielkonsolen sind noch nicht ganz so weit, die dritte Dimension zu betreten. Zwar gibt es jetzt schon Ansätze für die Playstation 3, aber diese sehen derzeit nicht ganz so rosig aus. So packen die Spiele nicht mehr die 1080p-Auflösung, sondern werden auf 720p runtergefahren, um in 3D spielbar zu bleiben. Einige Hersteller haben auch schon zugegeben, dass ihre Konsolen nicht die ausreichende Hardwarepower haben. Die aktuelle Konsolengeneration ist ja schon seit Jahren auf dem Markt und ein wenig vom 3D-Trend überrollt worden. Das wird sich wohl erst mit den Nachfolgern wirklich zufriedenstellen richten lassen. Doch einzig Nintendo hat eine Neuauflage des Nintendo DS für das nächste Jahr angekündigt, der ein 3D-Bild liefern soll.
Heise.de -> News/Info zu PS3 und 3D
Heise.de -> News/Info zu Nintendo 3DS
TV/Video - hier ist bisher noch kein wirkliches Machtwort gesprochen. Samsung und Panasonic sind mit ersten 3D-fähigen Fernsehern auf dem Markt vertreten. Es fehlt hier nicht an der Technik, sondern am Bildmaterial. Erst mit der Fussball-WM soll sich in diesem Jahr das 3D-Fernsehen wirklich entwickeln. Dort fehlt derzeit einfach das Angebot - geschweige denn, dass man wüsste, in welcher Form sie das Bildmaterial ausstrahlen. Die aktuellen Blue Ray-Player liefern das Bild per HDMI 1.3-Anschluss. Der reicht nicht aus, um 3D-Filme auf die Mattscheibe zu zaubern. Die neuen Player haben daher HDMI 1.4 - wobei hier nur meines Wissens ein Gerät von Samsung erhältlich ist. Sonny hatte zwar versprochen und gesagt, dass die Playstation 3 HDMI 1.4-tauglich sei, hält aber das passende Firmware-Update schon seit langer Zeit zurück. Sony scheint wohl so lang zu warten, bis sie mit ihrer eigenen 3D-Technik auf den Markt kommen. Aber auch hier ist das Angebot an Filmen viel zu gering. Mir ist derzeit nur "Monsters vs. Aliens" bekannt, welches man in 3D geniessen könnte - sofern man auf Kinderfilme steht. Im letzten Jahr gab es auch noch nicht wirklich viele Filme, die im Kino in 3D liefen. In diesem Jahr ist fast jeder Film im Kino in 3D angekündigt. Das wird sich wohl erst noch Mitte/Ende diesen Jahres zeigen, wie es sich für den Heimbereich entwickelt.
Samsung-Website -> 3D TV 40Zoll
Samsung-Website -> 3D TV 46Zoll
Samsung-Website -> 3D Blueray-Player
Panasonic-Website -> 3D Info
Panasonic-Website -> 3D TV
Fotografie/Filmtechnik - hier sieht es nicht ganz so mager aus. Fujifilm und ein paar andere Hersteller haben schon erste Kameras für den Heimgebrauch herausgebracht. Noch sind sie nicht ganz so günstig zu haben, aber noch ist die Technik zu neu und die Preise werden mit der Zeit noch purzeln. Die Kamera von Fujifilm ist kompakt gehalten und richtet sich nicht gerade an die Profis. Sie ist leicht zu bedienen und die Bilder lassen sich direkt an der Kamera in 3D betrachten. Fujifilm liefert auch den passenden digitalen Fotorahmen, um zu Haus die Bilder anschauen zu können. Durch einen Fotoentwicklungsservice gibt es die Möglichkeit, die Bilder in 3D anfertigen zu lassen (Lentikular). Am PC lassen sich mittels Nvidia´s "3D-Vision" die Bilder, bzw. Filmchen auch schon so anschauen.
Fujifilm-Website -> 3D Kamera
Für den PC gibt es für den Spass zwischendurch zumindest schon mal eine Webcam für die dreidimensionale Darstellung, die Minoru 3D.
Minoru3D-Website -> Infos zur 3D-Webcam
Sodele, das war mein kleiner Streifzug durch die digitale 3D-Welt. Mit Sicherheit hab ich einige Sachen vergessen. Aber praktischerweise ist das ein Forum, sodass Ihr da gerne Sachen ergänzen dürft - zumal ich bestimmt hier und da auch Fehler reingehauen hab. Mich würde interessieren, in wie weit Ihr Euch dem 3D-Hype anschliesst oder schon angeschlossen habt. Auch würde mich interessieren, was Ihr davon so haltet. Also haut mal in die Tasten. Meine Tastatur lasse ich erstmal abkühlen...^^
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