Motoorad - Zündkerzen/Oelwechsel

herbi239
Hey miteinander,


Fahre ne Honda ST1100 EZ 1993,und hab ne Frage :

nach wieviel KM-Leistung sind die Zündkerzen zu wechseln
- leicht schwärzlich -

wann ist ein Oelwechsel fällig ???,vor der Einwinterung oder
hernach ???

von den Honda Dealern erzählt mir jeder was anderes .

Danke für RE-mail

herbi239@web.de
oder
hermann-schwindt@t-online.de
Night
Also Ölwechsel sollte man nach Gefühl machen aber auch so alle 500-1000Km. Beim Winter die Maschine einmotten.
Maschine gründlich reinigen, Chromteile mit einem ölgetränkten Lappen einreiben.
Motor-, Getriebe- und Kardan-Öl in warmem Zustand im Herbst wechseln.

Metalltanks bis zur Oberkante mit Benzin füllen (Rostschutz)
Benzinhahn schließen und Motor laufenlassen bis er ausgeht (leerer Vergaser und Leitungen) Batterie ausbauen und nach Möglichkeit an ein Dauerladegerät anschließen und im Keller einlagern. Bowdenzüge, Ketten und Gelenke ölen oder einfetten.
Achtung!Teflon-Züge dürfen nicht geölt werden.
Motorrad in der Garage oder in einem trockenen Keller mit einem Tuch und darüber mit einer Plane abdecken. Reifen mit maximalem Luftdruck versorgen und Fahrzeug möglichst so abstützen, daß die Reifen keinen Bodenkontakt haben.

Frühjahr: Wiederinbetriebnahme
Einfach nur aufdecken und abstauben ist zu wenig! Bei Dampfstrahlereinsatz sollte die Düse nicht zu nahe am Motorrad sein. Nicht unter den Tank sprühen, damit die Elektrik nicht feucht wird. Auch gefettete Teile usw. nicht direkt anstrahlen.
Reifendruck prüfen und Kette schmieren. Die Seilzüge von Kupplung und Bremsen, soweit nicht hydraulisch, sowie der Gaszug können meistens einige Tropfen Öl brauchen. Batterie laden und einbauen. Polung natürlich beachten und den Entlüftungsschlauch nicht vergessen.
Stand das Motorrad im Freien, das Zündschloss und die Schalter mit MoS²-
Fliessöl gangbar machen. (WD40)
Beleuchtung, Blinker, Bremslicht, Hupe und Bremswirkung prüfen,
Klötze einer Sichtprüfung unterziehen. Profiltiefe beider Reifen kritisch unter die Lupe nehmen.


Zündkerzengesichter:
Normal
Die Isolatorspitze ist hellgrau bis bräunlich verfärbt. Der Elektrodenabbrand gering (0,15 mm Vergrößerung - 10Tkm). Der Wärmewert der Zündkerze ist für den Motor richtig gewählt. Motorzustand, Vergaser- und Zündeinstellung sind in Ordnung.

Verrußt
Weiche, rußartige Ablagerungen können zu Kriechstrom und damit zu Zündaussetzern führen.
Als Fehlerquellen kommen in Betracht: zu reiches Kraftstoffgemisch, defekte Kaltstartvorrichtung, verschmutzter Luftfilter, falscher Wärmewert der Zündkerze.

Überhitzt
Die Isolatorspitze ist trotz längerer Betriebszeit schneeweißlich gefärbt. Fehlerquellen können sein: zu viel Frühzündung, defekte Zündzeitpunktverstellung, zu mageres Kraftstoffgemisch.

Starke Überhitzung
Schmelzerscheinungen an Mittel- und Masseelektrode, hervorgerufen durch Glühzündungen.
Ursachen: Ablagerungen im Verbrennungsraum, überhitzte Ventile, falscher Zündzeitpunkt, defekter Zündverteiler, Wärmestau im Kühlsystem.

Verölt
Der gesamte Innenraum der Zündkerze und die Elektroden sind mit einem schwärzlichen Ölfilm überzogen, der zu Zündaussetzern führen kann. Eine Kontrolle des Motors (Zylinder-Laufflächen, Kolbenringe, Ventil-Führungen) durchführen.

Übermäßige Ablagerungen
Zusätze im Motoröl oder im Kraftstoff können Rückstände bilden, die sich im Inneren der Zündkerze ablagern und die Ursache für Glühzündungen sein können. Ölverbrauch des Motors kontrollieren, evtl. Ölsorte wechseln.

Bruch der Isolatorspitze
Im Anfangsstadium häufig nur als Haarriss erkennbar. Ursache: Klopfende Verbrennung.
Fehlerquellen können sein: Verwendung eines Kraftstoffes mit zu geringer Oktanzahl, falscher Zündzeitpunkt, defekte Zündzeitpunktverstellung. Fehler im Kühlsystem, Undichtigkeit im Ansaugsystem.

Glasurbildung
Gelblich, glänzende Glasur auf Isolatorspitze. Zusätze im Benzin und Motoröl bilden zunächst ascheartige Ablagerungen, unter plötzlicher Vollbelastung des Motors werden diese Verflüssigt und elektrisch leitfähig.
Folge: Zündaussetzer.
Abhilfe: Exakte Vergasereinstellung, nach längerer Fahrzeit im unteren Drehzahlbereich den Zündkerzen zeit zur Selbstreinigung einräumen, nicht plötzlich voll Beschleunigen

Niedrige Kennzahlen (z.B. 2 bis 4) bedeuten "kalte" Zündkerzen, also eine geringe Wärmeaufnahme bei heißen Motoren (z.B. Ferrari).

Hohe Kennzahlen (z.B. 7 bis 10) bedeuten "heiße" Zündkerzen, d.h. eine hohe Wärmeaufnahme für kalte Motoren (z.B. VW Käfer).

Naja hoffe ich konnte dir helfen smile
herbi239
Danke für die mehr als ausführliche Antwort.

Dann werd ich wohl jetz einen Termin für den Oelwechsel
vereinbaren.

Danke nochmals für Hilfe
Night
Jo kein Problem dafür sind wir hier doch alle da Freude