Borderline
Es war April. Mutter T beschloss, ihre digitale Datenleitung zu verbreitern. Drei Megabit pro Sekunde sollten das neue Maximum darstellen - wow, sagte das Volk. Und da war ein anderes T: T-Online - die Tochter von Mutter T.
Tochter T-Online reagierte, zeigte dem Volk voller Stolz, dass einige Tarife bald günstiger und ein ganz neuer Pauschal-Tarif eingeführt würden. Das freute das Volk. Als Stichtag nannte Tochter T-Online den 1. Juni - Mutter T bereicherte die Highspeed-Anschlüsse bereits zum 1. April. Auch das freute das Volk. Und Mutter T lockte das Volk mit Vergünstigungen: Umstieg auf die neue ADSL-Leitung mit drei Megabit pro Sekunde - sie wurde auf "T-DSL 3000" getauft - kostenlos, hieß es.
"Hurra", rief das Volk und nutzte das Angebot voller Freude. So kam es, dass der Anteil der Nutzer von T-DSL 3000 in kürzester Zeit enorm anstieg. Das freute die Mutter, nicht jedoch das Töchterchen...
Das verkroch sich in eine Ecke und weinte. "Wieso weinst du", fragte Mutter T. Und da sprach die Tochter, "Meine Flat für T-DSL 3000 kommt erst im Juni, das Volk will aber nicht so lange warten und wechselt in Horden zur blöden Konkurrenz!"
Da erschrak die Mutter, war der Sprache nicht mehr mächtig. Sie realisierte, dass tausende Kunden aufgrund mangelhafter Abstimmung innerhalb der T-Familie zur Konkurrenz abwanderten. Und alles nur, weil Tochter T-Online dem Volk in der Zeit von April bis Juni nichts bieten konnte. Plötzlich drang Gelächter von außen herein. Tochter T-Online verstummte, sah mit verweintem Gesicht zum Fenster hinaus.
Was sie dort sah, machte sie noch trauriger - die Erzrivalen Lycos, freenet und AOL saßen voller Freude, hämisch lachend, Hand in Hand, inmitten des Volkes und aßen vom großen Kuchen der T-DSL-3000-Flatrates. Tochter T-Online setzte sich daraufhin voller Wut zurück in die Ecke und wartete regungslos auf den 1. Juni...
onlinekosten.de
Tochter T-Online reagierte, zeigte dem Volk voller Stolz, dass einige Tarife bald günstiger und ein ganz neuer Pauschal-Tarif eingeführt würden. Das freute das Volk. Als Stichtag nannte Tochter T-Online den 1. Juni - Mutter T bereicherte die Highspeed-Anschlüsse bereits zum 1. April. Auch das freute das Volk. Und Mutter T lockte das Volk mit Vergünstigungen: Umstieg auf die neue ADSL-Leitung mit drei Megabit pro Sekunde - sie wurde auf "T-DSL 3000" getauft - kostenlos, hieß es.
"Hurra", rief das Volk und nutzte das Angebot voller Freude. So kam es, dass der Anteil der Nutzer von T-DSL 3000 in kürzester Zeit enorm anstieg. Das freute die Mutter, nicht jedoch das Töchterchen...
Das verkroch sich in eine Ecke und weinte. "Wieso weinst du", fragte Mutter T. Und da sprach die Tochter, "Meine Flat für T-DSL 3000 kommt erst im Juni, das Volk will aber nicht so lange warten und wechselt in Horden zur blöden Konkurrenz!"
Da erschrak die Mutter, war der Sprache nicht mehr mächtig. Sie realisierte, dass tausende Kunden aufgrund mangelhafter Abstimmung innerhalb der T-Familie zur Konkurrenz abwanderten. Und alles nur, weil Tochter T-Online dem Volk in der Zeit von April bis Juni nichts bieten konnte. Plötzlich drang Gelächter von außen herein. Tochter T-Online verstummte, sah mit verweintem Gesicht zum Fenster hinaus.
Was sie dort sah, machte sie noch trauriger - die Erzrivalen Lycos, freenet und AOL saßen voller Freude, hämisch lachend, Hand in Hand, inmitten des Volkes und aßen vom großen Kuchen der T-DSL-3000-Flatrates. Tochter T-Online setzte sich daraufhin voller Wut zurück in die Ecke und wartete regungslos auf den 1. Juni...
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