Dialer-ähnliche Verbindungen jetzt auch via DSL

Borderline
Wie die Kollegen von ComputerBase berichten, bietet die Berliner Firma Mainpean ihren Kunden seit neuestem den Einsatz von so genannten IP-Payment-Lösungen an. Dabei wird der Surfer über die IP-Adresse identifiziert und die anfallenden Kosten über die Rechnung des DSL-Providers bezahlt.

Bisher bietet die Firma das System nur in Österreich an, wo bereits einige der größten Provider an das System angeschlossen wurden. Dazu gehören neben Chello und der Telekom Austria/ONE auch UTA, Tiscali, Teleport und Cybertown.

Kommt das "bill it easy" genannte System auf einer Webseite zum Einsatz wird nicht wie bisher üblich eine Einwahl über eine Rufnummer für Mehrwertdienste versucht, sondern die DSL-Verbindung bleibt bestehen und nach der rechtlich zwingend notwendigen Nachfrage beginnt die Erfassung der IP und der Dauer der Verbindung zu der angeforderten Premium-Seite. Damit das System funktioniert muss der Provider zunächst einer Teilnahme zustimmen. Es bleibt also zu hoffen, daß die deutschen Provider dies im Interesse ihrer Kunden nicht tun.


winfuture.de
PHP-M@StA
ich finde die idee hinter dealern ja gar nicht so schlecht. man kann damit einfach und ohne spezielle anmeldung sachen bezahlen.
was ich aber schlecht dabei finde ist: die meisten richten diese verbindung als standard ein. überall findet man eine verknüpfung zu dem einwahlprogramm usw.

ich bin selber kunde der firma mainpean, nutze jedoch nur paybycall. da hat der benutzer die kontrolle
Luzifuss
@PHP-M@StA: Na Du hast ja schon komische Dealer... minzdr großes Grinsen
rocky7
Ich glaube und hoffe, dass wir deutschen von diesem verschont bleiben. Deshalb gibt es von mir, ein ganz klares und striktes NEIN.
Schakal
Ne ne ne unglücklich
Sowas will ich auch net haben
Night
Jopp ich will sowas auch nicht haben. Ich hoffe das sich die deutschen Provider zum gunsten der Kunden aussprechen (was ich leider irgendwie nicht glaub) nein nein
Schakal
Und dann sprechen die Leute von Meinungsfreihet und Demokratie aber die wirklich wichtigen dinge können wir nich beeinflussen weinen
DemonKnight
was erwartest du in einer Dempkratie wie Deutschland großes Grinsen
Schakal
Wie sollen junge Menschen in einer solchen welt noch spaß am leben haben? weinen

*schluchts*
Borderline
Zitat:
Wie sich die Situation zeigt, braut sich offensichtlich einiges zusammen in der Welt des Betrugs. Ein in Österreich offerierter neuer Dienst namens bill-it-easy, der in Form von IP-Payment Dienste direkt über den Provider abrechnet und damit auch den ehemals wenig von Betrug im Netz durch Dialer betroffenen DSL Anwender gefährlich werden kann, wird im Lager der Abzocker vermutlich bereits Freudentaumel ausgelöst haben.

Die Redaktion hat sich zunächst bedeckt gehalten und recherchiert, weil es zunächst unglaubhaft schien, dass Dienste über ein technisch bedingt sehr einfach missbrauchbares System tatsächlich abrechenbar werden kann.

Das neue Abrechnungsmodell wird aktuell von der montax payment service GmbH in Österreich offeriert, nachdem durch gesetzliche Bestimmungen der Einsatz von Dialern für Mikro-Payment kaum noch umsetzbar geworden ist. Die auch in Deutschland für den 0900er Bereich bekannt gewordenen Mehrwertdienste beispielsweise für SMS oder andere Service-Dienstleistungen können dort zumindest über bill-it-easy direkt über den Internetzugang abgerechnet werden.

Die Praxis der für den normalen Mensch schwer verdaulichen neuen Methode sieht so aus, dass der Anwender zum Beispiel durch den Klick auf einen Link zu einer Webseite umgeleitet wird, auf der er über die zu erwartenden Kosten bei Inanspruchnahme der Dienstleistung informiert wird. Bestätigt er dies, erhält er Zugriff auf die gewünschten kostenpflichtigen Inhalte, während die Kosten der Dienstleistung durch Zuhilfenahme der IP-Adresse des Anwenders plus Uhrzeit an den Internet-Provider weitergeleitet werden, der die Gebühren zusammen mit seiner eigenen Rechnung einzieht.

So weit die eigentliche Technik, bei der keine weitere Identifizierung oder gar Authentifizierung beispielsweise mittels Passwort und möglicherweise sogar Benutzernamen erforderlich ist und von vielen Telekommunikationsfirmen erfreut beworben wird. Eine Abfrage beispielsweise mit der Suchmaschine Google und dem Suchwort +bill-it-easy bringt als Ergebnis 10 Seiten mit Angeboten verschiedener Unternehmen.

Der Anwender steht also jetzt vor der Situation, dass praktisch jeder Klick auf einen Link oder eine Schaltfläche Kosten generieren kann, die er weder gewünscht noch zu verantworten hat, durch die alleinige Identifizierung und Erfassung seiner IP-Adresse.

In der Regel erfolgt die Einwahl ins Internet über das sogenannte "Call by Call" Verfahren. Der Anwender wählt über das DFÜ-Netzwerk, einem Router oder einer anderen Einwahltechnik (DSL) den Provider an, der ihm in der Folge aus einem Pool gerade freier IP-Adressen temporär eine Adresse zur Verfügung stellt, die bis zum Moment der Abwahl gültig bleibt. Die Einwahl zusammen mit der Uhrzeit wird in den Log-Dateien des Providers gespeichert und dient der Zuordnung zu angefordeten Leistungen.

Das Scripte oder die Standard Web Entwicklungssprache PHP genügend Möglichkeiten lassen, eine Bestätigung des Anwenders quasi eigenhändig und ohne Wissen des Anwenders generiert werden kann, ist allgemein bekannt und hier wird der Punkt sein, ab dem Betrüger und Abzocker künftig ansetzen werden, denkt die Redaktion.